InsurLab Germany startet ins Jahr und kürt erstmalig „Collaboration Champions“ aus der Zusammenarbeit im Mitgliederkreis

InsurLab Germany startet ins Jahr und kürt erstmalig „Collaboration Champions“ aus der Zusammenarbeit im Mitgliederkreis

Diese Pressemeldung erschien am 27.01.2022 bei Insurlab Germany.

 

Die größte deutsche InsurTech-Brancheninitiative der Versicherungswirtschaft lud zum Jahresauftakt und gab Einblicke in die wichtigsten strategischen Entwicklungen. Neben einem Rückblick auf die Highlights des Jahres 2021 und einem Ausblick auf 2022 wurden zudem erstmals „Collaboration Champions“ aus dem Mitgliederkreis gekürt.

Köln, 27. Januar 2022 – Pandemie-bedingt zum zweiten Mal in Folge begrüßte das InsurLab Germany seine Mitglieder zur virtuellen Jahresauftaktveranstaltung, um 2021 Revue passieren zu lassen und einen ersten Ausblick auf die Themen, Highlights und strategische Ausrichtung des Jahres 2022 zu geben. Nach einer gemeinsamen Begrüßung der 118 Teilnehmer aus zahlreichen namhaften Mitgliedsunternehmen mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Mathias Bühring-Uhle führte Sebastian Pitzler, Geschäftsführer des InsurLab Germany e.V., durch das Programm.

Erfolgreiches Jahr 2021

Pitzler betonte, dass 2021 trotz der andauernden Covid-19-Pandemie ein in vielerlei Hinsicht erfolgreiches Jahr für das InsurLab Germany gewesen sei und man die eigene Position als größte InsurTech-Initiative in Deutschland weiter habe festigen und ausbauen können: „Uns erfüllt es mit Stolz, dass unser Mitglieder-, Startup- und Partner-Netzwerk auch im letzten Jahr kontinuierlich gewachsen ist. Wir zählen nunmehr 85 Mitglieder zum Kern unserer Brancheninitiative. In Verbindung mit unserem ebenfalls stetig wachsenden Start-up-Netzwerk mit rund 200 nationalen und internationalen Gründer:innen, einer Vielzahl an VCs sowie zahlreichen Partnern innerhalb und außerhalb des Versicherungswesens konnten wir die Digitalisierung der Versicherungsbranche gemeinsam weiter vorantreiben. Mit der insureNXT und dem Digital Insurance Transformation Zertifikationsprogramm haben wir weitere wichtige Impulse gesetzt und neue Formate etabliert“.

Die Relevanz der Rolle des InsurLab Germany als Brückenbauer zeige sich laut Pitzler nicht zuletzt darin, dass man 2021 insgesamt 295 „Match-Makings“ zwischen Start-ups und etablierten Versicherern habe initiieren können. Daraus seien dutzende Innovationsprojekte entstanden, von denen Versicherer und Versicherungskunden heute profitieren würden. Ziel sei es daher auch weiterhin, die 2 digitale Transformation der Mitgliedsunternehmen wegweisend und nachhaltig voranzutreiben, sodass diese führende Positionen in der deutschen Versicherungsindustrie einnehmen. Pitzler: „Dazu setzen wir nicht zuletzt auf unser starkes Workshop- und Veranstaltungsprogramm, das im Jahr 2021 insgesamt rund 2.900 Besucher begeistern konnte“.

Collaboration Champion Competition

Neben dem Rückblick auf die allgemeine Entwicklung im vergangenen Jahr sowie einer Präsentation der Ergebnisse der Mitgliederumfrage wurden beim Kick-off erstmals auch „Collaboration Champions“ präsentiert. Mit der neu geschaffenen Auszeichnung kürt die Brancheninitiative jährlich Erfolgsgeschichten, die im Mitgliederkreis durch Zusammenarbeit verschiedener Unternehmen auf Basis der Vernetzung durch das InsurLab Germany entstanden sind. „Mit der Collaboration Champion Competition haben wir ein Format geschaffen, das kollaborative Erfolgsgeschichten zwischen unseren Mitgliedern fördert und ihnen mehr Sichtbarkeit bietet. So können wir auch die Erfolgskommunikation des InsurLab Germany weiter ausbauen“, so Pitzler.

Aus der Vielzahl der dreistelligen Match-Makings entstand zwischen Mitgliedern, Technologiepartnern und Startups in 2021 eine Vielzahl an Kollaborationsprojekten. Mit diesen Projekten konnten sich Mitglieder im Rahmen der Collaboration Champion Competition um eine neuartige Auszeichnung bewerben. Eine Experten-Jury aus dem InsurLab Germany Team sowie Vertreter:innen des InsurLab Germany Advisory Boards kürte aus den Einreichungen drei Collaboration Champions.

Sieger des Wettbewerbs wurde die Kollaboration zwischen IBM und dem Start-up Nect. Als ein bedeutender Anbieter des ePA (elektronische Patientenakte) -Systems hatte IBM das auf KI basierende Selfie-Ident-Verfahren von Nect an die unternehmenseigene Gesundheitsplattform angebunden. Bis zu 80 Prozent aller deutschen gesetzlichen Krankenkassen haben mittlerweile Zugang zur Nect-Technologie.

Auf dem zweiten Platz landete die Zusammenarbeit des Digital Health Start-ups DearEmployee und der Hallesche Krankenversicherung, die nur 3 Monate nach Programmstart bereits im Markt sichtbar war und in deren Rahmen der etablierte Versicherer seinen Firmenkunden ein Jahr lang Zugang zu den auf KI basierenden Leistungen des Start-ups im Bereich mentaler Gesundheit und Corporate Health finanziert.

Den dritten Platz hingegen teilten sich zwei Erfolgsgeschichten: Die Kollaboration von freeyou und e-bot7 mündete in die Einführung des Chatbots Freeda und die damit einhergehenden Automatisierung von Serviceprozessen. Die Zusammenarbeit der R+V Versicherung mit dem Start-up Complero führte zur substanziellen Verbesserung der Qualität der Kundendaten des Versicherers im Kontext der Datenschutzgrundverordnung.

Eine zusätzliche Auszeichnung für die besondere Bedeutung ihrer Kollaboration verlieh die Jury zudem an die Mitglieder UBIRCH und IBM. Beide Unternehmen waren über das InsurLab Germany zusammengebracht worden und entwickelten gemeinsam eine Lösung für den digitalen Nachweis einer Corona-Impfung oder -Genesung. Das gesellschaftlich inzwischen besonders relevante Ergebnis der Kollaboration sind zwei Apps: Die Impfnachweis-App (CovPass) zur Anzeige und als Gegenstück die Prüf-App (CovPassCheck).

„Unsere Collaboration Champions 2021 haben sich diese Auszeichnung redlich verdient. Dabei handelt es sich um hervorragende Beispiele für Kollaboration ganz unterschiedlicher beteiligter Mitgliedsunternehmen, die unserer gesamten Community und damit der gesamten Versicherungsbranche zugutekommen“, so Pitzler. „Letztere stand zwar bei der Kollaboration von UBIRCH und IBM nicht direkt im Fokus, aber dennoch ist sie ein Musterbeispiel für eine vorbildlich gelungene und hier sogar gesellschaftlich sehr bedeutsame Zusammenarbeit“.

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