Commerzbank investiert in Chatbot-Startup, das den Kundenservice automatisieren will


Kundenanfragen beantworten kann ein zeitintensiver Service sein. Ein Münchner Startup will ihn mittels künstlicher Intelligenz automatisieren – und erhält nun dafür Geld.

Chatbots gelten immer mal wieder als die nächste große Tech-Innovation, die unsere Interaktion mit Maschinen völlig umkrempeln wird. Schon seit einigen Jahren schrauben Konzerne wie Facebook, Google und Microsoft an der Technik. Das junge Münchner StartupE-bot7bietet nun einen solchen Service für Unternehmen an, mit der Kundenanfragen von einer künstlichen Intelligenz beantwortet werden. Damit hat das Startup nun den Main Incubator als Lead-Investor überzeugt. Der Investment-Arm und Inkubator der Commerzbank gibt zusammen mit dem Telefónica-Accelerator Wayra einen „höheren sechsstelligen Betrag“ für die Wachstumsphase der Münchner. Vermittelt hatte den Kontakt das Baystartup-Finanzierungsnetzwerk.

Die KI muss erst noch lernen

E-Bot7 entwickelt eine künstliche Intelligenz, die über einen Chatbot automatisch Anfragen von Kunden auf der Website von Unternehmen beantworten kann. Dafür setzt das Startup auf eine Hybridlösung: So trainieren anfänglich Firmen-Mitarbeiter die KI, bis diese die Kommunikation schließlich ganz übernimmt. Häufig sich ähnelnde Anfragen sollen dann schneller und günstiger abgehandelt werden.

Mit dem frischen Geld will das Startup nun in Technologie und Vertrieb investieren. Einer der ersten Kunden des Chatbots ist nach Angaben des Unternehmens ein großer Telekommunikationskonzern. Konkurrenz machen E-Bot7 allerdings Bots, die über das Facebook-Netzwerk und dessen Messenger laufen. Sie bieten eine Vielzahl von Dienste an: So sammelt beispielsweise Jobmehappy des gleichnamigen Kölner Startups freie Stellenangebote für Arbeitssuchende. Botmio wiederum bietet Restaurants an, die Tischreservierungswünsche von Kunden zu managen.

Diesen Artikel und mehr Informationen finden Sie hier.